Bonner Forscher finden neuen Mosaikstein im Fettstoffwechsel
Ein Eiweiß reguliert offensichtlich den Auf- und Abbau der zellulären Fettspeicher. Forscher der Universität Bonn haben ein Eiweiß gefunden, das auf der Membran der Lipidspeichertröpfchen sitzt und mit wichtigen Akteuren des Zellstoffwechsels interagiert. Die Erkenntnisse könnten dabei helfen, demnächst Krankheiten wie die Fettleber oder Störungen im Cholesterinstoffwechsel besser zu verstehen und zu behandeln. Die Publikation erscheint am 18. Februar in der Zeitschrift The Journal of Biological Chemistry (doi: 10.1074/jbc.M110.190785).
Das Eiweiß namens AUP1 ist in die Membran der zellulären Fettspeicher verankert und bindet an ein wichtiges Enzym des Zellstoffwechsels, hat das Team um Professor Dr. Christoph Thiele entdeckt. Dieses Enzym greift in den Abbau von großen Eiweißen in der Zelle ein. „Dieses Gefüge… Weiterlesen
Wissenschaftler haben neue Varianten von Genen entdeckt, die für Störungen im Fettstoffwechsel verantwortlich gemacht werden. Einige dieser beim Menschen häufig auftretenden Genvarianten sind bereits als Risikofaktoren für Diabetes mellitus bekannt. Über die Entstehungsmechanismen des Diabetes diskutieren Mediziner seit vielen Jahrzehnten. Die neuen Forschungsergebnisse tragen zu einem besseren Verständnis des Krankheitsbildes und seiner Entstehung bei – sie könnten zu neuen Ansätzen in Frühdiagnose und Therapie beitragen. Die Ergebnisse sind in der aktuellen online-Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Nature Genetics publiziert.
Das Team um Prof. Dr. Karsten Suhre vom Institut für Bioinformatik und Systembiologie am Helmholtz Zentrum München und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), hat Varianten in neun verschiedenen Genen gefunden, die mitStörungen im Fettstoffwechsel in Verbindung gebracht werden konnten. Zusammen mit Dr. Christian… Weiterlesen
Forscher haben einen neuen Mechanismus entdeckt, der die Energiebilanz aus der Balance bringt
Die Fettregulation im Körper ist sehr komplex: Das Gehirn spielt eine wichtige Rolle dabei und passt die Nahrungsaufnahme an den tatsächlichen Energieverbrauch an. Neu ist, dass auch Nerven, die außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks liegen, an diesem fein abgestimmten Prozess beteiligt sind. Das haben Forscher vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim sowie der Universitäten Halle, Leipzig und Berlin nun herausgefunden. Den Hinweis lieferten gentechnisch veränderte Mäuse, bei denen das Gen Nscl-2 ausgeschaltet worden war. Dieses ist normalerweise nur in Nervenzellen aktiv. Mäuse, denen Nscl-2 fehlte, entwickelten eine massive Fettleibigkeit (Adipositas), blieben jedoch von “Folgeschäden” wie der Zuckerkrankheit (Diabetes) weitgehend verschont. Die Forscher hoffen… Weiterlesen
(aid) 30.04.2008 – Wenn Frauen in die Wechseljahre kommen, sollten sie viel Wert auf eine gesunde Ernährung legen. Denn mit der nachlassenden Hormonproduktion in den Eierstöcken steigt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen deutlich an. “Der Herzinfarkt der Frau ist immer noch ein unterschätztes Risiko”, sagte Dr. Elke Lehmkuhl, Charité Berlin, beim Bundeskongress der drei Berufsverbände BDEM (Bundesverband Deutscher Ernährungsmediziner e. V.), VDD (Verband der Diätassistenten – Deutscher Bundesverband e. V.) und VDOE (Verband der Oecotrophologen e. V.) am 25. und 26. April 2008 in Wolfsburg. Mittlerweile sterben Frauen sogar häufiger an den Folgen von Herzinfarkt, Herzinsuffizienz und Schlaganfall als Männer. Neben den Risikofaktoren Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes spielt dabei die Adipositas eine wichtige Rolle. Fast jede Frau nimmt in den Wechseljahren zu… Weiterlesen
(aid) 16.01.2008 – Der beste Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist ein gesunder Lebensstil. Nicht rauchen, vernünftig essen, regelmäßig bewegen: Mit einer solchen Weichenstellung könnte mindestens die Hälfte dieser Krankheiten vermieden werden – auch ohne Tabletten. Dies stellt die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in einer neuen Leitlinie fest. Allein die richtige Zusammenstellung des Speisezettels hat eine vergleichbare vorbeugende Wirkung wie Medikamente. Dies gilt für Erwachsene generell und auch für Patienten, die bereits einen Herzinfarkt hatten: Das Risiko einer Wiederholung halbiert sich beinahe, wenn die Mischung auf dem Teller stimmt. Eine herzgesunde Ernährung orientiert sich am Vorbild der mediterranen Kost. Sie ist kaloriengerecht, fettarm und überwiegend pflanzlich. Über die Hälfte der Kalorien sollte aus komplexen Kohlenhydraten stammen, also aus Getreide, Vollkornbrot, Hülsenfrüchten,… Weiterlesen
(aid) 02.01.2008 – Mit dem Cholesterinwert steigt das Risiko für Herz-Kreislaufkrankheiten, insbesondere für den Herzinfarkt. Dieser Zusammenhang wurde in vielen Studien eindeutig belegt. Weniger eindeutig ist bislang die Interpretation der Cholesterinwerte im Blut. Der Cholesterinspiegel ist zwar ein wichtiger Mosaikstein bei der Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen, das Gesamtrisiko lässt sich jedoch erst im Zusammenspiel mit den anderen Faktoren, wie Bluthochdruck, Zigarettenrauchen, Diabetes, Übergewicht, Stress oder Bewegungsmangel einschätzen. Mit jedem weiteren Risikofaktor vervielfältigt sich das Risiko für eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems. Es gibt also keinen starren Normwert, der für jedermann gilt. Darauf macht die Lipid-Liga in einer aktuellen Stellungnahme noch einmal aufmerksam. Die Bestimmung des Gesamtcholesterins reiche nicht aus, um eine Behandlung in die Wege zu leiten. Werte von über 200 Milligramm… Weiterlesen