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Erdrotation

Erdrotation: Messung von Schwankungen der Erdachse

Einem Forscherteam der TU München haben mit Labormessungen die Schwankungen der Erdachse bestimmen können. Dazu haben Sie in einem Untergrundlabor den weltweit stabilsten Ringlaser konstruiert, an dessen Verhalten sie Veränderungen der Erdrotation ablesen können.

Bislang können Wissenschaftler auf die Wanderungen der Polachse nur indirekt über die Richtung zu Fixpunkten im All schließen. Die Lage der Achse und die Drehgeschwindigkeit zu messen, ist Voraussetzung für die exakte Bestimmung einzelner Punkte auf der Erde, etwa für moderne Navigationssysteme. Die American Physical Society hat die Arbeit als Exceptional Research Spotlight eingestuft.

Die Erde schlingert. Wie bei einem Brummkreisel, den man antippt, schwankt die Lage ihrer Rotationsachse im Raum, weil die Gravitation von Sonne und Mond auf sie wirkt. Gleichzeitig ändert sich auch die… Weiterlesen

Keine Schaltsekunde am Jahresende 2010 – Erde dreht sich schneller als erwartet

Frankfurt am Main (Deutschland), 28.12.2010 – Die Zeitwächter des Internationalen Erdrotationsdienstes (IERS) werden Ende des Jahres keine Schaltsekunde in unsere Standardzeit einfügen. Die Erde drehte sich 2010 doch schneller als erwartet worden war. Zuletzt war an der Jahreswende 2008/2009 eine solche Schaltsekunde eingefügt worden.

Die Uhren auf der Erde „gehen“ eben nicht „nach dem Mond“, tatsächlich aber verlangsamt der Erdtrabant durch seine Anziehungskraft die Geschwindigkeit der Erdrotation. Ebbe und Flut sind die wesentlichen Agenten dieser Verlangsamungsarbeit. Seit der Einführung der Atomzeit vor 50 Jahren verlangsamte sich die Geschwindigkeit der Erddrehung um mehr als eine halbe Minute. Dennoch ist dieses Mal am Jahresende 2010 keine Schaltsekunde erforderlich, obwohl das nach der letzten Schaltsekunde Ende 2008 erwartet worden war.

Die Geschwindigkeit der… Weiterlesen

Das Erdbeben in Chile kann die Erd-Tage verkürzt haben

Am 27.02.2010 um UTC 06:34 war ein sehr starkes Erdbeben der Stärke 8,8 in Chile aufgetreten. Die Bebentiefe wurde mit 35 km angegeben. Das Epizentrum lag ca. 100 km von Chillan (Chile), 100 km von Talca (Chile) und 320 km von Santiago (Chile) entfernt.

Wie der Wissenschaftler Richard Gross berechnet hat, soll sich als Folge dieses Erdbebens die Erdrotation geändert haben. Mit einem komplexen Modell kamen er und andere Wissenschaftler mit einer vorläufigen Berechnung darauf, dass das Beben die Länge eines Tag der Erde um etwa 1,26 Mikrosekunden verkürzt haben soll.

Zudem hat Richard Gross berechnet, dass das Beben die Figurenachse der Erde um 2,7 Millibogensekunden (ca. 8 cm) verlagert haben soll. Die Figurenachse der Erde ist nicht dasselbe wie… Weiterlesen

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