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Erdkruste

Erdbeben: Wechsel zwischen Gleiten und Verhaken in der San Andreas-Verwerfung

Geoelektrische Untersuchung der San Andreas-Verwerfung

Geophysiker aus Potsdam haben einen Wirkungsmechanismus nachgewiesen, der die ungleichmäßige Verteilung von starken Erdbeben in der San Andreas-Verwerfung erklären kann. Wie das Wissenschaftsmagazin „Nature“ in seiner neuesten Ausgabe berichtet, untersuchten sie dazu die elektrische Leitfähigkeit des Gesteins bis in große Tiefen, die eng mit dem Wassergehalt der Gesteine verbunden ist. Aus dem Muster von Leitfähigkeit und seismischer Aktivität ließ sich folgern, dass Gesteinswässer wie ein Schmiermittel wirken.
Jährlich wandert Los Angeles rund sechs Zentimeter auf San Francisco zu, weil die Pazifische Platte, auf der Los Angeles sitzt, sich nach Norden bewegt, parallel zur Nordamerikanischen Platte mit San Francisco. Das jedoch ist nur der Mittelwert. In einigen Bereichen der Verwerfung ist diese Bewegung fast stetig, während… Weiterlesen

Unbekannte Prozesse im Erdmantel von Meeresforschern aus Kiel entdeckt

Eine Karte der Christmas Island Seamount Provinz. In gelb sind Arbeitsstationen der Expediton von 2008 eingezeichnet. Grafik: IFM-GEOMAR

Eine Karte der Christmas Island Seamount Provinz. In gelb sind Arbeitsstationen der Expediton von 2008 eingezeichnet. Grafik: IFM-GEOMAR

Meistens wird die sogenannte Hotspot-Theorie zu Rate gezogen, wenn es um die Entstehung von Vulkaninseln wie Hawaii geht. Doch es gibt ozeanische Vulkane, die nicht in das Bild passen und bisher rätselhaft geblieben sind. Dazu gehören die erloschenen Unterwasservulkane rund um die Weihnachtsinsel im Indischen Ozean. Kieler Meeresforscher haben einen Teil des Rätsels gelüftet. Ihre Entdeckungen erscheinen in der aktuellen Ausgabe der internationalen Fachzeitschrift „Nature Geoscience“.

Wie Perlen auf einer Schnur – so liegen Vulkaninseln oder Unterwasservulkane in den Ozeanen oft nebeneinander. Derartige Vulkanketten, wie beispielsweise das Hawaii Archipel, lassen sich mit dem sogenannten Hotspot-Modell erklären. An einem festen Ort, dem Hotspot,… Weiterlesen

Seltene Erden – Exporte selten

Ob Handys, LCD-Bildschirme oder Festplatten – kaum ein Hightech-Gerät kommt ohne Seltene Erden aus. 97 Prozent des gesamten Weltbedarfs dieser Elemente des Periodensystems kommen aus China, aber die chinesische Regierung hat die Exporte in den letzten Jahren immer weiter gedrosselt. Über die wirtschaftliche Bedeutung die Seltenerdmetalle und die Folgen der chinesischen Exportbeschränkungen berichten die „Nachrichten aus der Chemie“.

Die Seltenen Erden sind metallische Elemente: Europium dient als roter Leuchtstoff in LCD-Bildschirmen, Erbium als Laserverstärker in den Glasfasern der Telekommunikation und Neodym, Praseodym sowie Dysprosium kommen in Permanentmagneten in Kopfhörern oder Elektromotoren für Hybridautos zum Einsatz. Der Jahresbedarf an Seltenerdmetallen ist seit den 1950er Jahren von 1000 auf 140.000 Tonnen gestiegen; China aber hat die Exporte von 65.600 Tonnen im Jahr… Weiterlesen

Oberfläche und Erdkruste nicht im Gleichgewicht

Die oberste Erdkruste der Kontinente unterscheidet sich in der chemischen Zusammensetzung der Gesteine von tieferen Erdkrustenteilen. Eine jetzt veröffentlichte Studie vom KlimaCampus der Universität Hamburg vergleicht erstmals die relativ dünne Schicht der Landoberfläche mit der gesamten oberen Kruste. Ergebnis: Leicht verwitternde Gesteine treten an der Erdoberfläche häufiger zutage als in tieferen Schichten. Die neuen Daten sind wichtig für Modelle, die erdgeschichtliche Klimaänderungen erforschen.
Professor Jens Hartmann vom KlimaCampus und seine Kollegen legen im International Journal of Earth Sciences die erste globale geochemische Karte der Landoberfläche vor, mit der sie die elementare Zusammensetzung der gesamten Landoberfläche berechnen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Zusammensetzung der Oberflächengesteine deutlich anders ist als die durchschnittliche Zusammensetzung der oberen Kruste bis in etwa 15 Kilometer Tiefe.… Weiterlesen

Kriechen statt Brechen: Unterkruste verformt sich weiträumig – Erdbebenwellen analysiert

RUB-Forscher analysieren Erdbebenwellen in der Ägäis
Nature Geoscience: Mineralausrichtung hält sich Millionen Jahre

Während sich an der Erdoberfläche Verformungen in lokalen Brüchen und Beben entladen, finden in der Unterkruste eher großflächige, kriechende Bewegungen statt. Diese These stützen Ergebnisse eines Geowissenschaftler-Teams aus Bochum, Potsdam, Kiel und Dublin.

Die Forscher, darunter Prof. Dr. Wolfgang Friederich (Institut für Geologie, Mineralogie und Geophysik der RUB), haben mehrere Jahre lang Erdbebenwellen in der Ägäis aufgezeichnet und anhand ihrer Geschwindigkeit Rückschlüsse auf die Kristallausrichtung tieferer Erdschichten gezogen. In der südlichen Ägäis, die in den letzten fünf Millionen Jahren nur schwachen Deformationen unterworfen war, hat sich überraschenderweise die Ausrichtung früherer Deformationen erhalten. Die Forscher berichten in der aktuellen Ausgabe von Nature Geoscience.

Untersuchungen am Ort des Zusammenstoßes… Weiterlesen

Fahrstuhlfahrten im Erdmantel

Forscher klären die bewegte Vergangenheit der Adula-Decke in den Schweizer Alpen auf

Der Teil der Erdkruste, den wir heute als Alpen kennen, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Forscher der Universitäten Köln, Bonn und Münster haben sie nun für die Adula-Decke in der Südschweiz zumindest teilweise rekonstruiert: Demnach ist das Gebiet in den letzten 350 Millionen Jahren zweimal bis auf Tiefen von über 50 Kilometern in den Erdmantel abgetaucht. Erst danach hat sich die Gesteinsformation, die flächenmäßig etwa doppelt so groß ist wie der Bodensee, auf ihre aktuelle Höhe von über 2000 Metern aufgefaltet. Die Studie ist in Nature Geoscience erschienen (doi: 10.1038/NGEO1060).

Dass Oberflächengestein in Richtung Erdzentrum abdriftet, ist nicht ungewöhnlich. Die Erdkruste fährt praktisch ständig Fahrstuhl: An den… Weiterlesen

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