Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Augsburger Projekt zur Entstehung, klimatische Auswirkungen, Langzeitvariationen und zukünftige Entwicklungen von Benguela-Niños
Das Projekt soll neue Kenntnisse zur Entstehung, zu den klimatische Auswirkungen und zu Langzeitvariationen der sogenannten Benguela-Niños erbringen und Prognosen zu deren zukünftigen Entwicklungen ermöglichen.
Warmwasserereignisse im südöstlichen Atlantik, sog. Benguela-Niños, spielen eine große Rolle für Ökologie und Fischereiwirtschaft im gesamten Küstenraum Namibias und Südangolas. Während eines Benguela-Niños treten – analog zu den Auswirkungen eines pazifischen El-Niños – in Küstennähe starke Niederschläge und Überschwemmungen auf. Zugleich setzt im Ozean ein dramatisches Fischsterben ein, und es können sogenannte Harmful Algal Blooms (HAB) auftreten.
Erst ein umfassendes Verständnis der Entstehung von Warmwasserereignissen im Benguelastrom, zu dem das Augsburger Projekt beitragen soll, wird es ermöglichen abzuschätzen, welche… Weiterlesen
Bisherige Methoden gingen von Klima-Oszillationen aus, also von Schwankungen um einen mittleren Wert. Die neue Methode benutzt dagegen eine Überlagerung von nichtnegativen Elementen und ist so geeigneter zur Beschreibung des Klimawandels. Damit ist es möglich, meteorologische Muster aus diesen Elementen zusammenzusetzen. Die Muster sind auch eine Erklärung für atmosphärische Fernwirkungen zwischen weit entfernten Regionen der Erde. Zu diesen so genannten Telekonnektionen gehören beispielsweise die bekannten Phänomene El Niño bzw. La Niña im Südpazifik.
In Europa ist die bekannteste Telekonnektion die Nordatlantische Oszillation (NAO). Darunter verstehen Meteorologen das Phänomen, dass bei besonders tiefem Luftdruck über Island gleichzeitig besonders hoher Luftdruck über den Azoren herrscht. Dieser Effekt prägt vor allem im Winter die Witterung in Mitteleuropa und sorgt für warme und niederschlagsreiche… Weiterlesen

Abb. 1: La Niña mit ungewöhnlich hohen Wassertemperaturen im äquatorialen Westpazifik und tiefen Temperaturen im Ostpazifik führt im Sommer der Südhalbkugel zu verstärkter Niederschlagsaktivität im Nordosten Australiens
Klimaphänomen – La Niña
Offenbach, 07. Januar 2011– Rekordniederschläge und weiträumige Überschwemmungen werden seit einigen Tagen aus dem Nordosten Australiens gemeldet. Schuld ist das Klimaphänomen „La Niña“, das schon im letzten Sommer die Intensivierung des Indischen Monsuns und Überschwemmungen in Pakistan verursachte. Nun hat es den australischen Bundesstaat Queensland im Nordosten Australiens getroffen. Heftige und anhaltende Regenfälle führten dort zu einer Flutkatastrophe. Weite Teile des Landes stehen unter Wasser.
Klimaphänomene El Niño und La Niña wechseln sich ab
La Niña tritt etwa alle drei bis fünf Jahre mit unterschiedlicher Intensität auf. Anders als… Weiterlesen

In der Abbildung A ist die normale Wettersituation dargestellt. Im westlichen Pazifik in Äquatornähe liegt die Wassertemperatur mit 28 C um 4 C höher als auf gleicher Breite im Ostpazifik. Dort sorgt der aus dem Süden kommende Humboldtstrom zusammen mit dem Ostwind zum Auftrieb von kaltem, nährstoffreichen Tiefenwasser. Diese Temperaturdifferenz sorgt für die Ausbildung eines Windsystems, der so genannten Walker-Zelle. Im Westen entsteht durch aufsteigende warme feuchte Luft ein Tiefdruckgebiet (T). Beim Aufsteigen kühlt die Luft ab, es bilden sich Wolken, die abregnen. Im Ostpazifik bildet sich ein Hochdruckgebiet (H, Antizyklon) aus. Trockene Luftmassen sinken herab und verstärken die Passatwinde, die in Richtung des Tiefdruckgebiets im Westen wehen. Manfred Schloesser
Vor 125 000 Jahren: El Nino- ähnlicher Effekt führte zu… Weiterlesen
In der Antarktis im Weddell-Meer sinken großen Mengen Wasser von der Meeresoberfläche in die Tiefe ab und treiben damit das globale Band der Meeresströmungen an. Meeresforscher aus Kiel und aus den USA konnten jetzt anhand einer Langzeitmessung nachweisen, dass der Strömungsmotor dort starken Schwankungen unterliegt, die eng mit Wetter- und Klimaphänomenen zusammenhängen. Die entsprechende Studie erscheint in der aktuelle Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Nature Geoscience.
Die Zahlen sind gewaltig. Wenn der Golfstrom die Floridastraße durchströmt, transportiert er 1,3 Milliarden Megawatt an Wärmeenergie. Und auf der Höhe von New York bewegt er rund 150 mal mehr Wasser als alle Flüsse der Welt zusammen. Dabei ist der sogenannte Golfstrom nur einer von vielen Abschnitten eines Strömungssystems, das alle Weltmeere umfasst und unser… Weiterlesen
Das Klima in Zentraleuropa ist schon vor 47 Millionen sehr ähnlichen Gesetzmäßigkeiten wie heute gefolgt. Wissenschaftler des Senckenberg Forschungsinstituts und der Universität Darmstadt veröffentlichen in der Juli-Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Geology neue Erkenntnisse aus den Ölschiefern der Grube Messel. Zyklen in den Sedimenten der Grube zeigen eine so genannte ENSO-Situation – warm oder kalt, das Oberflächenwasser des Pazifiks bestimmt unser Klima – und das bis heute.
Dr. Volker Wilde vom Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt und Dr. Olaf Lenz von der Technischen Universität Darmstadt untersuchen Messelablagerungen. Diese sind weltberühmt für Ihre einmalig erhaltenen Fossilien, bergen aber auch Informationen über den unbelebten Teil der Welt von vor 47 Millionen Jahren. Pro Jahr lagerten sich weniger als zwei Zehntel Millimeter Sediment in der… Weiterlesen