Die Schwarze Elster durchfließt auf 86,6 Kilometer das Bundesland Brandenburg und ist in diesem Bereich durchgängig eingedeicht. Die Schwarze Elster hat rund 99% ihrer ursprünglichen Überschwemmungsflächen verloren und ist der am stärksten verbaute Fluss Mitteleuropas. Die Regulierung der Schwarzen Elster begann bereits Mitte des 19. Jahrhundert, unter anderem zur Schiffbarmachung und Landgewinnung. Viele Deiche stammen noch aus dieser Zeit. Die Gesamtlänge der Elsterdeiche beträgt mit Großer und Kleiner Röder, Kleiner Elster und Pulsnitz insgesamt 272 Kilometer.
Die in weiten Teilen über 150 Jahre alten Deiche haben das gegenwärtige Extremhochwasser bemerkenswert gut überstanden.
Neuere Deichbaumaßnahmen fanden an der Schwarzen Elster Mitte der 90er Jahre statt. Das betrifft größere Abschnitte bei Herzberg sowie Baumaßnahmen nach dem Sturm “Kyrll” bei Wahrenbrück. Zudem wurden… Weiterlesen
Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack (Linke) hat sich vor Ort über die Situation an Neiße, Spree und Schwarzer Elster informiert und mit Landräten und Bürgermeistern die notwendigen Maßnahmen erörtert. “Die Pegel werden voraussichtlich nicht weiter steigen, aber der Druck auf die Deiche ist enorm und wird noch einige Tage andauern. Jetzt kommt es darauf an, dass die Deiche halten”, sagte Tack. Die Ministerin wird die aktuellen Hochwasserereignisse in Brandenburg auf der nächsten Umweltministerkonferenz Mitte November in Dresden thematisieren.
In Südbrandenburg ist die Hochwassersituation noch immer sehr angespannt. Schwerpunkt ist der Flusslauf der Schwarzen Elster, wo historisch hohe Wasserstände gemessen werden. Der Scheitel wird noch etwa zwei Tage anhalten.
Die durchweichten Deiche weisen Sickerstellen auf und werden zum Teil überströmt. Der Hochwasserscheitel… Weiterlesen
Im Stadtgebiet von Cottbus muss weiter mit Hochwasser der Spree gerechnet werden. Ab heute Morgen wird kontrolliert Wasser aus der Talsperre Spremberg abgelassen. Den höchsten Wasserstand erreicht die Spree demzufolge heute nach 18:00 Uhr.
Der Zustand der Hochwasserschutzanlagen in Cottbus erfordert weiterhin stark erhöhte Aufmerksamkeit. Deichbrüche können bei starker Belastung nicht ausgeschlossen werden. Das bedeutet, dass Einrichtungen, die sich in der Nähe der Hochwasserschutzanlagen befinden, mit Vernässung und schlimmstenfalls auch mit Überschwemmungen rechnen müssten.
Der Führungsstab der Stadt Cottbus unter Leitung von Oberbürgermeister Frank Szymanski bestätigte die in den vergangenen Tagen getroffenen Vorsichtmaßnahmen. Die für den Notfall erforderlichen Materialien sind eingetroffen. Dazu gehören 200.000 Sandsäcke und die zur Abdichtung notwendigen Folien. Zwei Füllstationen für Sandsäcke arbeiten. Der vorsorgliche Einsatz von… Weiterlesen
Bremen / Hamburg (Deutschland) / Rotterdam (Niederlande), 08.11.2007 – Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab heute um 16:31 Uhr eine Warnung vor Orkanböen an der deutschen Nordseeküste für den Zeitraum von Freitag, 0:00 Uhr bis wahrscheinlich Freitag Abend heraus. Es werden „orkanartige Böen bis 115 km/h (Stärke 11)“ erwartet, so der DWD auf seiner Homepage. Gleichzeitig warnt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie vor einer Sturmflut im Bereich der Nordseeküste. Bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag wird das Wasser in Emden, Bremen und Hamburg mit einem Stand von „1,5 bis 2 Meter höher als das mittlere Hochwasser eintreten“. Die Sturmflutwarnung gilt bis 4:00 Uhr am Freitagmorgen.
Grund für die aktuelle Wetterlage ist ein Sturmtief, das von Norwegen zur Ostseeküste… Weiterlesen
WWF: Höhere Deiche allein schützen nicht vor steigendem Meeresspiegel – Warnung vor neuen Ölbohrungen im Wattenmeer
Frankfurt a. M. 30.08.2007 – Der WWF fordert, das Wattenmeer besser auf die kommenden Veränderungen durch den Klimawandel vorzubereiten. Es reiche nicht aus, die Deiche an der Nordseeküste immer höher zu bauen und die Küstenlinie mit immer mehr Beton zu befestigen, so der WWF anlässlich der heutigen internationalen Tagung zur Anpassung des Wattenmeeres an den Klimawandel in Wilhelmshaven. Zwar könne man mit diesen Methoden noch eine Weile die Illusion der Sicherheit vor Sturmfluten aufrecht erhalten. Auf Dauer würden so aber immer mehr Wattflächen dauerhaft überflutet und der einzigartige Naturraum an der Nordseeküste zerstört.
„Wir müssen beides verbinden: den Schutz der Menschen und den Schutz… Weiterlesen