RUB-Forscher analysieren Erdbebenwellen in der Ägäis
Nature Geoscience: Mineralausrichtung hält sich Millionen Jahre
Während sich an der Erdoberfläche Verformungen in lokalen Brüchen und Beben entladen, finden in der Unterkruste eher großflächige, kriechende Bewegungen statt. Diese These stützen Ergebnisse eines Geowissenschaftler-Teams aus Bochum, Potsdam, Kiel und Dublin.
Die Forscher, darunter Prof. Dr. Wolfgang Friederich (Institut für Geologie, Mineralogie und Geophysik der RUB), haben mehrere Jahre lang Erdbebenwellen in der Ägäis aufgezeichnet und anhand ihrer Geschwindigkeit Rückschlüsse auf die Kristallausrichtung tieferer Erdschichten gezogen. In der südlichen Ägäis, die in den letzten fünf Millionen Jahren nur schwachen Deformationen unterworfen war, hat sich überraschenderweise die Ausrichtung früherer Deformationen erhalten. Die Forscher berichten in der aktuellen Ausgabe von Nature Geoscience.
Untersuchungen am Ort des Zusammenstoßes… Weiterlesen
In Chile bebte am 27.02.2010 frühmorgens die Erde. Die massive Katastrophe zerstörte viele Küstenorte und weite Teile von Concepción, eine der größsten Städte Chiles. Auch die Hauptstadt Santiago erlitt erhebliche Schäden. Hunderte Menschen fanden den Tod, etwa 2 Millionen weitere waren direkt betroffen von Verletzungen, Überschwemmungen, Obdachlosigkeit. Es war das fünftstärkste Beben, das seit Beginn der instrumentellen Aufzeichnungen Anfang des vergangenen Jahrhunderts weltweit gemessen wurde. Fünf Tage zuvor verteidigte der chilenische DAAD-Doktorand Marcos Moreno an der TU Berlin seine Dissertation, in der er das nächste große Erdbeben nördlich seiner Heimatstadt Concepción bereits prophezeite.
“In der Tat kam das Erdbeben nicht unerwartet. Die stärksten Beben ereignen sich stets an den Rändern kontinentaler tektonischer Platten, unter denen eine schwerere ozeanische Platte abtaucht”,… Weiterlesen
Wien (TU). – Die Forschungsgruppe “Höhere Geodäsie” am Institut für Geodäsie und Geophysik der Technischen Universität (TU) Wien hat seit dem Erdbeben in Chile im Februar 2010 an globalen Vermessungen mitgearbeitet. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Drehgeschwindigkeit der Erde geringfügig langsamer geworden ist und die Tage um 0,3 Mikrosekunden länger wurden.
Verschiebung und Deformation der Kontinentalplatten deutlich erkennbar
Am 27. Februar 2010 zerstörte eines der stärksten Erdbeben der letzten Jahrzehnte (Magnitude 8,8) große Teile der drittgrößten chilenischen Stadt Concepción und deren Umland. Experten am Institut für Geodäsie und Geophysik der TU Wien haben an zentraler Stelle zu den wichtigen geodätischen Messungen beigetragen, die vor und nach dem Erdbeben durchgeführt wurden. Hochpräzise geowissenschaftliche Messungen spielen in der Geodäsie (Vermessung der Erde)… Weiterlesen
Eine Verschiebung der Mess-Station um rund drei Meter in der chilenischen Stadt Concepción haben aktuelle Messungen des Deutschen Geodätischen Forschungsinstituts bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften nach dem schweren Erdbeben ergeben . Dies ist die größte Punktverschiebung seit Beginn des Forschungsprojekts vor 14 Jahren.
Das Deutsche Geodätische Forschungsinstitut (DGFI) bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften führt Forschungsarbeiten zur Beobachtung und Analyse globaler Veränderungen der Erde aus. Ein Schwerpunkt seines Programms ist die kontinuierliche Berechnung der Positionen eines Netzes von GPS-Stationen in Lateinamerika im Rahmen einer internationalen Kooperation. Wöchentlich werden die Koordinaten von etwa 200 Messpunkten berechnet, die als Grundlage für verschiedene Anwendungen (z. B. Landesvermessung, Kataster, Navigation, Geoinformation) und Forschungsprojekte (z. B. globaler Klimawandel, Geodynamik, Erdkrustendeformationen) dienen.
Eine der Stationen,… Weiterlesen