Einsatzkräfte brachten am Montag mit Hilfe von ferngesteuerten Unterseeboten Spezialwerkzeuge in die Tiefe. Sie wollten damit beginnen, das beschädigte Steigrohr abzusägen und ein Ventil aufzusetzen. Damit soll das austretende Öl zum größten Teil kontrolliert an die Oberfläche gebracht werden, wie BP erklärte. Allerdings könnte bei dem riskanten Versuch zunächst mehr Öl austreten als zuvor.
Quelle: RP-Online
Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 31.05.2010 – Der Mineralölkonzern BP gibt das Scheitern der angestrebten „Top-Kill“-Methode bekannt, mit der das Bohrloch verschlossen werden sollte. Hier sollte das Steigrohr des Bohrlochs der am „Tag der Erde“, dem 23. April 2010 explodierten und zwei Tage später gesunkenen Ölplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko mittels Gummiresten, Fasern und Bohrschlamm unter Hochdruck verstopft und mit einer Betonmasse abgedichtet werden. Nun kursiert die Befürchtung, das Öl der fahrlässig herbeigerufenen Explosionskatastrophe würde ewig fließen.
Dem neuerlichen von BP angekündigten Versuch, dieses zu verschließen, misst man keine große Bedeutung bei: Man wolle das Steigrohr mit Genehmigung der US-Behörden absägen und über die Öffnung eine Kuppel stülpen. BP musste zugeben, es mit der Sicherheit nicht so genau genommen… Weiterlesen
Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 18.05.2010 – Der Ölteppich nach der Explosion und dem Untergang der Bohrplattform Deepwater Horizon vor über drei Wochen, welche von Transocean Limited betrieben und von BP geleast wurde, ist nach neuesten Forschungsergebnissen zehnmal größer als angenommen. Die Forscherin Samanta Joye hat einen Ölteppich unter der Wasseroberfläche ausmachen können, der 16 Kilometer lang, 15 Kilometer breit und hunderte Meter dick gewesen sei. Damit ist das Ausmaß der Exxon Valdez-Katastrophe von 1998 gesprengt. Der Konzern muss alle Kosten und Schadenersatzforderungen im Zuge des Ölunfalls tragen, auch jene, welche über die gesetzliche Haftungsgrenze von 75 Millionen US-Dollar hinausgingen. Bereits 400 Millionen Dollar habe der Konzern hierfür schon ausgegeben, hieß es.
Die biologischen Schäden in der empfindlichen Tiefsee seien praktisch… Weiterlesen