Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko findet kein Ende – und das kann auch noch vier weitere Jahre so bleiben. BP-Boss Tony Hayward gab erstmals offiziell an, wie viel Öl man im lecken „Macondo“-Ölfeld vermutet: mehr als sieben Milliarden Liter. Bisher seien erst drei bis sechs Prozent ausgelaufen.^Angesichts der Ausströmung werde es zwei bis vier Jahre dauern, bis das Feld leer sei. Derzeit treten geschätzt fünf bis acht Millionen Liter am Tag aus, wovon laut Hayward und diversen Experten ein am Leck in ca. 1600 Meter Tiefe angebrachter Trichter 2,5 bis drei Mio. Liter am Tag absauge.
Quelle: RP-Online
Bei einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama im Weißen Haus hat die Führung des Ölkonzerns BP erhebliche finanzielle Zusagen an Leidtragende der Ölpest im Golf von Mexiko gemacht. Der britische Konzern werde 20 Milliarden Dollar in einen unabhängigen Treuhandfonds einzahlen, aus dem Entschädigungsforderungen von Bürgern und Unternehmen beglichen werden sollen, sagte Obama am Mittwoch in Washington. Ein weiterer Fonds über 100 Millionen Dollar soll Verdienstausfälle von Ölarbeitern im Golf von Mexiko ausgleichen, die wegen des derzeitigen Bohrmoratoriums in der Region ihren Erwerb verloren haben. BP-Aufsichtsratschef Carl-Henric Svanberg kündigte nach dem Treffen mit Obama an, sein Konzern werde in diesem Jahr keine Dividenden mehr auszahlen.
Quelle: RP-ONLINE
Washington D.C. (Vereinigte Staaten) / London (Vereinigtes Königreich), 10.06.2010 – Der Druck auf den BP-Konzern wächst, US-Präsident Barack Obama hat den Vorstandschef des Ölmultis, Tony Hayward, scharf angegriffen und ihn zum Rapport vor den US-Kongress Anfang nächster Woche bestellt. Würde es nach Obama gehen, hätte der den Hayward längst gefeuert, sagte Obama in einem Interview gegenüber dem Sender NBC aus. Schließlich hat Hayward doch die Öffentlichkeit monatelang durch Schönreden und Verharmlosung der dritten Katastrophe seiner Amtszeit hinters Licht geführt. Mittlerweile wurden er und seine Familie unter Polizeischutz gestellt. Das Weiße Haus hat angekündigt, dass den Ölkonzern neben den Zahlungen zur Sanierung und den Kosten der Bergung zusätzlich gemäß US-Gesetzen 4.300 US-Dollar pro Barrel Strafe pro Tag treffen wird. Da derzeit… Weiterlesen

Ausbreitung eines passiven Farbstoffs, der an der Stelle des Öllecks über die oberen 20 Meter Tiefe ausgebracht wurde, in einem Ozeanmodell. Die Farbschattierung spiegelt die Abschwächung der Konzentration wider. Quelle: NCAR.
Derzeitige Modell – Rechnungen mit einem hochauflösenden Ozeanmodell zeigen, dass sich das zur Zeit im Golf von Mexiko entweichende Öl über den Golfstrom innerhalb weniger Monate bis weit in den Atlantik ausbreiten könnte. Initiatoren der Studie sind Wissenschaftler vom National Center for Atmospheric Research (NCAR) in Boulder, USA und vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel.
Die Rechnungen wurden am Los Alamos National Laboratory (LANL), USA durchgeführt.
An Floridas Ostküste ist die Welt derzeit noch in Ordnung. Sommerwetter, angenehme Wassertemperaturen und weiße Strände lassen nicht ahnen, dass es mit… Weiterlesen
Einsatzkräfte brachten am Montag mit Hilfe von ferngesteuerten Unterseeboten Spezialwerkzeuge in die Tiefe. Sie wollten damit beginnen, das beschädigte Steigrohr abzusägen und ein Ventil aufzusetzen. Damit soll das austretende Öl zum größten Teil kontrolliert an die Oberfläche gebracht werden, wie BP erklärte. Allerdings könnte bei dem riskanten Versuch zunächst mehr Öl austreten als zuvor.
Quelle: RP-Online
Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 31.05.2010 – Der Mineralölkonzern BP gibt das Scheitern der angestrebten „Top-Kill“-Methode bekannt, mit der das Bohrloch verschlossen werden sollte. Hier sollte das Steigrohr des Bohrlochs der am „Tag der Erde“, dem 23. April 2010 explodierten und zwei Tage später gesunkenen Ölplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko mittels Gummiresten, Fasern und Bohrschlamm unter Hochdruck verstopft und mit einer Betonmasse abgedichtet werden. Nun kursiert die Befürchtung, das Öl der fahrlässig herbeigerufenen Explosionskatastrophe würde ewig fließen.
Dem neuerlichen von BP angekündigten Versuch, dieses zu verschließen, misst man keine große Bedeutung bei: Man wolle das Steigrohr mit Genehmigung der US-Behörden absägen und über die Öffnung eine Kuppel stülpen. BP musste zugeben, es mit der Sicherheit nicht so genau genommen… Weiterlesen