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Atmosphäre

Oberfläche und Erdkruste nicht im Gleichgewicht

Die oberste Erdkruste der Kontinente unterscheidet sich in der chemischen Zusammensetzung der Gesteine von tieferen Erdkrustenteilen. Eine jetzt veröffentlichte Studie vom KlimaCampus der Universität Hamburg vergleicht erstmals die relativ dünne Schicht der Landoberfläche mit der gesamten oberen Kruste. Ergebnis: Leicht verwitternde Gesteine treten an der Erdoberfläche häufiger zutage als in tieferen Schichten. Die neuen Daten sind wichtig für Modelle, die erdgeschichtliche Klimaänderungen erforschen.
Professor Jens Hartmann vom KlimaCampus und seine Kollegen legen im International Journal of Earth Sciences die erste globale geochemische Karte der Landoberfläche vor, mit der sie die elementare Zusammensetzung der gesamten Landoberfläche berechnen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Zusammensetzung der Oberflächengesteine deutlich anders ist als die durchschnittliche Zusammensetzung der oberen Kruste bis in etwa 15 Kilometer Tiefe.… Weiterlesen

In Mexiko geht es um 2 Grad Erderwärmung – 1.5 Grad hätten Folgen für Jahrhunderte

Eine Erderwärmung um nur 1,5 Grad Celsius hätte bereits Folgen für Jahrhunderte. Die Ozeane speichern die höheren Temperaturen länger als bislang gedacht, weil der normale Wärmeaustausch gestört wird, fanden Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) heraus. Wärme in tieferen Wasserschichten wird hierbei durch eine Abkühlung der obersten Wasserschichten gleichsam gefangen gehalten, heißt es in der Studie, die demnächst in der Zeitschrift Earth System Dynamics veröffentlicht wird. Selbst wenn es gelingen sollte, den Planeten wieder abzukühlen, indem man Kohlendioxid aus der Atmosphäre extrahiert, würde diese Abkühlung daher rund zehnmal länger dauern als zuvor das Aufheizen durch Treibhausgase, so die Berechnungen. Folge wäre, dass der globale Meerespiegel trotz der Abkühlung der Erdoberfläche noch für weitere 200 Jahre anstiege.

Beim Klimagipfel im mexikanischen… Weiterlesen

Merlin soll dem Treibhausgas Methan auf die Spur kommen

Was im Kleinen funktioniert, funktioniert auch im Großen: Seit mehreren Jahren spürt ein Messinstrument des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) von einem Hubschrauber aus Methanlecks an Erdgaspipelines auf. Ab 2014 soll ein ähnliches Instrument in bis zu 650 Kilometern Höhe an Bord eines deutsch-französischen Satelliten seine Bahnen um die Erde ziehen. Die Klimamission Merlin (Methane Remote Sensing Lidar Mission) soll aus dem All dem Treibhausgas Methan (CH4) weltweit auf die Spur kommen.

Das deutsch-französische Gemeinschaftsprojekt verfolgt vor allem ein Ziel: mehr und genauere Daten über den Ausstoß von Methan zu liefern. Das Gas sorgt ebenso wie Kohlendioxid (CO2) für die weltweite Erderwärmung. Dabei ist seine Wirkung 25 Mal so hoch wie die des CO2. Auch wenn es um… Weiterlesen

Landpflanzen nutzen CO2 in der Atmosphäre

Ökosysteme der Landoberfläche nehmen jährlich ca. 123 Milliarden Tonnen Kohlenstoff in Form von Kohlendioxid (ca. 450 Milliarden Tonnen CO2) aus der Atmosphäre auf. Anhand von weltweiten Messungen und datenbasierten Modellrechnungen hat ein internationales Forscherteam um Christian Beer vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena nun erstmals beobachtungsbasiert die Größe dieses umfangreichsten Austauschprozesses von Kohlenstoff zwischen Atmosphäre und Landoberfläche ermittelt und die Einflüsse des Klimas darauf bestimmt.
Die Forscher verglichen ihr Ergebnis darüber hinaus mit den Berechungen verschiedener räumlich aufgelöster Vegetationsmodelle, darunter das führende Modell LPJmL des PIK. Tropische Ökosysteme wie Regenwälder und Savannen setzen fast zwei Drittel des CO2 um, berichten sie nun in einem Artikel des Journals „Science“, der am heutigen Montag auf der Website „Science Express“ erschienen ist.

„Die… Weiterlesen

Stetige Zunahme der Menge an Sedimentenablagerungen hinterfragt

Die seit 5 Millionen Jahren andauernde stetige Zunahme der Menge an Sedimentenablagerungen, die bisher von vielen Geowissenschaftlern unterstellt wurde, existiert nicht. Das ist das zentrale Ergebnis, das Jane Willenbring und Friedhelm von Blanckenburg vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins( „Nature“, 13.Mai 2010) vorstellen. Die weltweit beobachtete vierfache Zunahme der Sedimentation ist ein reines Beobachtungsartefakt, alle darauf beruhenden Hypothesen müssen nun einer Überprüfung unterzogen werden.
Erosion durch Wasser und Eis sowie die chemische Verwitterung von Gesteinen der Erdoberfläche tragen Gebirge über Millionen von Jahren ab. Das erodierte Gestein wird durch Flüsse und Gletscher fortgetragen und findet sich im Sediment der Ozeane und auf den Kontinenten in der Umgebung großer Gebirge wieder. Die weltweite Vermessung der Dicke von… Weiterlesen

Wissenschafter des Forschungszentrum Jülich vermessen die Aschewolke

Die Vulkanasche aus Island ist weiterhin auch über Nordrhein-Westfalen in der Luft und bringt den Flugverkehr zum Erliegen. Jülicher Atmosphärenforscher messen seit Freitag mit einem im Forschungszentrum stationierten LIDAR-System die vertikale Ausdehnung und den zeitlichen Verlauf der Aschewolke.

Mit dem “Light detection and ranging”-System LIDAR wird ein Laserstrahl in den Himmel geschickt und der Anteil des aus der Atmosphäre zurück gestreuten Lichts analysiert. Die Wissenschaftler können so Partikel bis in eine Höhe von 15 Kilometern aufspüren.

Nach Aufklaren des Himmels konnten die Forscher am Wochenende mit ihrem LIDAR die Aschewolke, die mit bloßem Auge kaum zu erkennen ist oder nur als leichter Dunst erscheint, detektieren. “Die Wolke ist eindeutig zu erkennen, in einem Höhenbereich von 7,5 bis zehn Kilometer”, erklärt… Weiterlesen

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