Tief ins Herz aktiver Galaxien haben Astronomen mit einem Teleskop auf Hawaii geblickt. Dabei gelang es dem Team unter Leitung von Makoto Kishimoto vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn zum ersten Mal, mehrere Strahlungsquellen räumlich aufzulösen. Die interferometrischen Beobachtungen im nahen Infrarot zeigen eine ringförmige Struktur, die aus Staub und Gas besteht. Die gemessenen Ringradien liefern neue Erkenntnisse über das Material, das auf das zentrale Schwarze Loch einströmt (Astronomy & Astrophysics, Dezember 2009).
Die Kerne vieler Galaxien leuchten nicht nur im optischen Licht, sondern auch im Bereich der Röntgen-, Infrarot- und Radiostrahlung. Außerdem schießt oftmals ein Materiestrahl – ein sogenannter Jet – aus dem Zentrum heraus. Man glaubt, dass diese Energie durch das Einströmen von Materie auf extrem massereiche, zentrale… Weiterlesen
Minnesota (Vereinigte Staaten), 25.08.2007 – Astronomen der University of Minnesota haben nahe des Sternbildes Eridanus, etwa sechs bis zehn Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt, ein Nichts mit einem Durchmesser von beinahe einer Milliarde Lichtjahren entdeckt. Darin sei weder Gas noch sonstige Materie vorhanden. Auch Dunkle Materie sei darin nicht zu finden. Eine Erklärung für das Phänomen existiert nicht. Bisher gelang es Wissenschaftlern nur, derartige Löcher mit einem Tausendstel dieser Größe zu finden. Als Entstehungsursache vermuten Wissenschaftler, dass Regionen mit hoher Dichte Materie aus Regionen mit niedrigerer Dichte abziehen.