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Archiv

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Astronomie

Astronomenteam entdeckt entferntesten Quasar

Künstlerische Darstellung des entferntesten Quasars Abbildung: ESO/M. Kornmesser

Künstlerische Darstellung des entferntesten Quasars Abbildung: ESO/M. Kornmesser

Ein europäisches Astronomenteam hat mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO und einer Reihe weiterer Teleskope den entferntesten Quasar entdeckt und näher untersucht. Dieses strahlende Leuchtfeuer wird von einem Schwarzen Loch mit zwei Milliarden Sonnenmassen angetrieben und ist das leuchtkräftigste Objekt, das bislang im frühen Universum entdeckt wurde. Die Ergebnisse der hier vorgestellten Studie erscheinen am 30. Juni 2011 in der Fachzeitschrift Nature.

“Dieser Quasar verschafft uns wertvolle Einblicke in das frühe Universum. Es handelt sich um eine sehr seltenes Objekt, das uns helfen wird, zu verstehen, wie supermassereiche Schwarze Löcher einige hundert Millionen Jahre nach dem Urknall an Masse zugenommen haben”, erklärt Stephen Warren, der Leiter des Wissenschaftlerteams.

Quasare sind extrem helle, weit entfernte Galaxien, deren Leuchtkraft vermutlich von supermassereichen Schwarzen Löchern in ihren Zentren erzeugt wird. Ihre große Helligkeit macht Quasare zu Leuchtfeuern, die uns helfen können, das Zeitalter der Weiterlesen

Die Spiralgalaxie NGC 6744, ein Ebenbild unserer Milchstraße

Das Milchstraßen-Double NGC 6744 Foto: ESO

Das Milchstraßen-Double NGC 6744 Foto: ESO

Bildveröffentlichung der Europäischen Südsternwarte ESO – Astronomen der ESO haben mit der Wide Field Imager-Kamera am MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop eindrucksvolle Bilder der Spiralgalaxie NGC 6744 aufgenommen. Die Galaxie befindet sich in einer Entfernung von etwa 30 Millionen Lichtjahren im Sternbild Pavo (der Pfau) am Südhimmel. NGC 6744 ist unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, sehr ähnlich. Würde uns ein extragalaktischer Freund eine Postkartenansicht der Milchstraße schicken, dann dürfte diese ziemlich genau so aussehen wie das jetzt veröffentlichte Bild.

Wir schauen nahezu von oben auf die Scheibe von NGC 6744, so dass wir die Struktur der Galaxie wie aus der Vogelperspektive überblicken können. Wäre es uns möglich, die Milchstraße zu verlassen und unsere kosmische Heimat aus der Ferne zu betrachten, würde sich uns ein sehr ähnlicher Anblick bieten: markante Spiralarme, die sich um Weiterlesen

Extrasolarer Planet CoRoT-9b mit gemäßigtem Klima

Die CoRoT-Satelliten und die HARPS-Spektrografen der ESO haben es Astronomen ermöglicht den 1. “normalen” extrasolaren Planeten zu entdecken. Der Planet mit der Bezeichnung: CoRoT-9b zieht regelmäßig vor einem sonnenähnlichen Stern vorbei, der sich in 1.500 Lichtjahren Entfernung von der Erde im Sternbild Schlange befindet, und lässt sich deswegen bis ins Detail analysieren.

“CoRoT-9b ist ein normaler, gemäßigter Exoplanet. Wir kennen inzwischen Dutzende ähnlicher Planeten. Aber CoRoT-9b ist der erste davon, dessen Eigenschaften wir mit großer Genauigkeit untersuchen können”, erklärt Claire Moutou, Mitglied des international besetzten Teams aus 60 Astronomen, das den Planeten entdeckte. “Dieser Planet könnte für die Exoplanetenforschung eine ähnliche Rolle spielen wie der Stein von Rosetta für die Ägyptologie.”

“Corot-9b ist der erste Exoplanet, der wirklich den Planeten… Weiterlesen

Magnetfelder versorgen Sternen-Embryonen mit Materie

Wie es aussieht spielen starke Magnetfelder eine wichtigere Rolle bei der Geburt massereicher Sterne als bisher angenommen. Das zeigt eine Studie der Universität Bonn und des niederländischen JIVE-Instituts, die in den Monthly Notices of the Royal Astronomical Society erscheinen wird. Demnach sorgen die Magnetfelder anscheinend dafür, dass die Sternen-Embryonen stetig mit Materie versorgt werden.

Als “massereich” bezeichnet man Sterne, die mehr als das achtfache der Sonne wiegen. Sie sind relativ selten, beeinflussen aber aufgrund der starken Strahlungsfelder, die von ihnen ausgehen, die Entwicklung des Universums immens. So sorgen sie für die Entstehung anderer Sterne und Planeten. Ohne massereiche Sterne gäbe es zudem keine schweren Elemente wie Eisen und wohl auch kein Leben.

Bis heute versteht man allerdings noch nicht, wie… Weiterlesen

In Wendelstein 7-X soll das Plasma heiß werden

Das Plasma in Wendelstein 7-X soll eine Hitze von 100 Mill. Grad erreichen. Damit soll es der Fusionsforschung gelingen, ähnlich wie bei der Sonne aus der Verschmelzung von Atomkernen Energie zu gewinnen. Um das Fusionsfeuer zu zünden, muss in einem späteren Kraftwerk der Brennstoff, ein Wasserstoffplasma, in Magnetfeldern wärmeisolierend eingeschlossen und auf extreme Temperaturen aufgeheizt werden. Wendelstein 7-X, die nach der Fertigstellung weltweit größte Fusionsanlage vom Typ Stellarator, hat die Aufgabe, die Kraftwerkseignung dieses Bautyps zu untersuchen.

Um die hohen Plasmatemperaturen zu erreichen, pumpt später während der Experimente eine Mikrowellenheizung zweimal pro Tag bis zu 30 Minuten lang zehn Megawatt Heizleistung in das Plasma hinein. Weitere Heizungen kommen hinzu. Entsprechend groß sind die Anforderungen an die Kühlung, die diese gewaltigen… Weiterlesen

Astronomen finden Planeten ähnlich wie die Erde

Die zweite so genannte Supererde haben Astronomen gefunden, für die sich Masse und Radius bestimmen lassen – Messungen, die Rückschlüsse auf die innere Struktur des Exoplaneten erlauben [1]. Dies ist zudem die erste Supererde, für die sich eine Atmosphäre nachweisen lässt. Der Exoplanet, der die Bezeichnung GJ1214b trägt, eröffnet neue Perspektiven für die Suche nach bewohnbaren Welten. Er besitzt die sechsfache Masse der Erde und scheint überwiegend aus Wassereis zu bestehen. Er hat eine vergleichsweise heiße Oberfläche und ist von einer dicken Atmosphäre umgeben, die äußerst unwirtliche Verhältnisse für die uns bekannten Arten von Leben schafft.

In der dieswöchigen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature geben Astronomen die Entdeckung eines Planeten um den nahen, massearmen Stern GJ1214 bekannt [2]. Der Planet wurde… Weiterlesen

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