Die Zahl der in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) behandelten Patienten, die sich mit EHEC infiziert haben, steigt weiter. Aktuell versorgt die Hochschule 47 Patientinnen und Patienten – darunter neun Kinder. Fast alle haben als Komplikation das Hämolytisch-Urämische Syndrom (HUS) entwickelt. Elf Erwachsene und zwei Kinder müssen intensivmedizinisch betreut werden (Stand: Montag, 30. Mai, 13 Uhr), drei weitere Patienten übernimmt die MHH im Laufe des Tages von anderen Kliniken aus dem norddeutschen Raum.
Derzeit befindet sich keiner der Patienten in Lebensgefahr. „Die MHH steht als Klinik der Supramaximalversorgung rund um die Uhr für jeden Patienten bereit“, betonte MHH-Vizepräsident Dr. Andreas Tecklenburg, zuständig für das Ressort Krankenversorgung, am Montag während einer Pressekonferenz. „Wir verfügen… Weiterlesen
Die Ergebnisse einer Forschergruppe des Robert Koch-Instituts sind Grundlage für die Entwicklung neuartiger Impfstoffe, die gezielt die zelluläre Immunantwort mobilisieren. Die Arbeit wurde kürzlich in der Fachzeitschrift Journal of Experimental Medicine veröffentlicht (Bachem et al.: Superior antigen cross-presentation and XCR1 expression define human CD 11c+ DC 141+ cells as homologues of mouse CD8+ dendritic cells). Die Forschungsarbeiten wurden von der Wilhelm Sander-Stiftung unterstützt.
Die derzeitigen Impfstoffe – abgetötete oder abgeschwächte Erreger oder Bestandteile davon – haben ein gemeinsames Funktionsprinzip: sie regen die Herstellung von Antikörpern an, die an die Erreger binden und sie so unschädlich machen. Dieses Impfstoffprinzip hat viele Menschen vor schweren Infektionen bewahrt, etwa vor Pocken, Polio, Influenza oder Masern. Allerdings hat das Impfstoff-Prinzip einen deutlichen Mangel: Es… Weiterlesen
Bei vor kurzem abgeschlossenen Studien bei gesunden Erwachsenen in Australien, hatten mehr als 31 % der Teilnehmer (76 von 240 Probanden) schützende Antikörper schon vor einer Infektion mit dem Virus. Bei der Studie wurden bestätigte Fälle von Influenza A/H1N1 ausgeschlossen.
In den Falldefinitionen wird Fieber mit als Symptom angegeben. 30% der ursprünglichen laborbestätigten Patienten in Mexiko, die sich im Krankenhaus mit Atembeschwerden befanden, hatten kein Fieber. In Chile waren ohne Fieber 50 % der bestätigten Fälle. Nach einer aktuellen Studie zur Übertragung während eines Fluges wurde festgestellt, dass 36% der laborbestätigten Fälle kein Fieber aufwiesen.
Das zeigt, dass Fieber als Leitsymptom für Schweinegrippe kein zuverlässiger Indikator ist.
Quelle: Recombinomics
In Deutschland gibt es erstmals Testverfahren, um eine Infektion mit dem neuen Influenza A/H1N1-Virus auch nach Abklingen der Symptome oder bei symptomfreiem Verlauf nachzuweisen. Das Nationale Referenzzentrum für Influenza (NRZ) am Robert Koch-Institut hat dazu zwei serologische Tests entwickelt. Sie basieren auf dem Nachweis von Antikörpern im Blutserum. Die Antikörper werden im Rahmen der Immunabwehr etwa zwei Wochen nach der Erkrankung gebildet und sind über Monate oder Jahre nachweisbar. Mit den serologischen Tests werden epidemiologische Studien zur Infektionsrate, zum Anteil schwerer Erkrankungen, zur Übertragungsfähigkeit und anderer wichtiger Viruseigenschaften möglich. „Dadurch können wir die mögliche Verbreitung besser abschätzen und Präventionsstrategien gezielt weiterentwickeln“ meint Jörg Hacker, Präsident des Robert Koch-Instituts.
Quelle: rki