
Hier ist deutlich zu sehen, dass die antimikrobiellen Peptide das Wachstum von Bakterien, in diesem Fall des Karies verursachenden Streptococcus mutans verhindern konnten. (© Fraunhofer IZI)
Antibiotika gehören zu den großen Errungenschaften der Medizin. Doch immer häufiger fällt die einstige Allzweckwaffe im Kampf gegen Infektionskrankheiten aus: Bakterien entwickeln zunehmend Resistenzen gegen Antibiotika. Forscher haben jetzt ein Therapieäquivalent gefunden, das Penicillin und Co. künftig ersetzen könnte.
Immer mehr Krankheitserreger sind immun gegen Antibiotika, einige Bakterien lassen sich schon heute nicht mehr bekämpfen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor wachsenden Resistenzen gegen die einst so potenten Medikamente. Wenn nicht schnell Gegenmaßnahmen ergriffen würden, könnten schon bald zahlreiche häufig vorkommende Infektionen nicht mehr behandelt Weiterlesen
Wie bereits von Wissenschaftler gewarnt wurde, ist ein neues Superbakterium, dass nach bisherigen Berichten durch Schönheitsoperationen aus Indien eingeschleppt wurde, resistent gegen Antibiotika. Forscher der Universität Cardiff in Großbritannien hatten letzte Woche in einem Bericht über das Bakterium mit der Gensequenz NDM-1 in der Fachzeitschrift “Lancet” vor globalen Gesundheitsgefahren gewarnt.
Das neue Super-Bakterium, das resistent gegen fast alle Arten von Antibiotika ist, hat nun ein erstes Todesopfer in Belgien gefordert. Ein Belgier aus Brüssel pakistanischer Herkunft ist in dem Universitätsklinik von Brüssel verstorben, dies teilte Dr. Denis Pierard, der Mikrobiologe an der Universitätsklinik Brüssel, mit. Nach Dr. Pierard ist nur das Medikament “Colistin” fähig die Bakterien zu überwinden.
Der Verstorbene hatte während er in Pakistan unterwegs war einen Unfall bei… Weiterlesen
In Kooperation haben Kieler Wissenschaftler mit Kollegen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und der Technischen Universität Dänemark in Lyngby ein neues Verfahren entwickelt, um die Anhaftungsmechanismen von Bakterien an Wirtszellen zu untersuchen. Dadurch lassen sich wichtige Rückschlüsse auf die Verbreitung von bakteriellen Infektionen und die Wirksamkeit von Medikamenten ziehen. In der Zeitschrift Chemical Communications der Royal Society of Chemistry veröffentlichten Doktorandin Mirja Hartmann und Professorin Thisbe Lindhorst, beide Otto Diels-Institut für Organische Chemie der Christian-Albrechts-Universität, eine neue Methode, die den molekularen Mechanismen beim ‘Andocken’ von Bakterien an menschliche Zellen auf den Grund geht.
Bakterien spielen für den Menschen eine große Rolle. Sie bilden beispielsweise die Darmflora, die notwendig für die Verdauung ist. Sie können aber auch eine Vielzahl von Krankheiten hervorrufen, wie… Weiterlesen
MRSA (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus ) sind in Zuchtschweinebeständen in Deutschland weit verbreitet. Die Ergebnisse einer bundesweiten Studie des BfR bestätigen frühere Untersuchungen in Deutschland und anderen EU-Mitgliedstaaten. Sie sind Teil einer Studie, die im vergangenen Jahr in der Europäischen Union in Zuchtschweinebeständen durchgeführt wurde. Die Ergebnisse der EU-Studie wurden heute von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) veröffentlicht. Die Ergebnisse des BfR für Deutschland zeigen: In 84 der 201 untersuchten Bestände mit Zuchtschweinen (41,8 Prozent) wurden MRSA im Stallstaub nachgewiesen. Personen, die beruflich mit Schweinen zu tun haben, sind häufig Träger dieses Keimes. “Ein Infektionsrisiko über Lebensmittel mit Schweinefleisch ist nach allem, was wir wissen, sehr gering”, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Fleisch sollte ohnehin unter Berücksichtigung besonderer… Weiterlesen
BfR und EFSA bewerten Risiken durch Methicillin-resistente Staphylococcus aureus bei Nutztieren
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat bewertet, ob Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) bei Nutztieren ein Gesundheitsrisiko für den Menschen bedeuten. Diese so genannten „Livestock associated MRSA“ (LaMRSA) kommen hauptsächlich in Schweinebeständen, aber auch bei anderen Nutztieren vor. „Dass MRSA von Nutztieren über Lebensmittel wie rohes Fleisch oder Rohmilch auf Menschen übertragen werden, ist nach derzeitigem Kenntnisstand unwahrscheinlich“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, „denn wir schätzen die Keimmenge auf und in Lebensmitteln als gering ein.“ Allerdings sollten Verbraucher beim Umgang mit Lebensmitteln die nötige Küchenhygiene einhalten, um ein mögliches Restrisiko zu reduzieren. Ein erhöhtes Risiko, mit MRSA besiedelt zu werden, weisen Personen auf, die häufig Kontakt mit Nutztieren… Weiterlesen