Die milden, fast frühlingshaften Temperaturen der letzten Wochen führten dazu, dass auch der Main-Donau-Kanal in diesem Jahr massiv vom Hochwasser betroffen war und immer noch ist. Die Schneeschmelze zum einen und die parallel dazu einsetzenden sehr ergiebigen Niederschläge zum anderen haben sämtliche Zuflüsse zum Main-Donau-Kanal in reißende Bäche und Flüsse verwandelt. Der Grenzwert des Schifffahrtspegels Bamberg wurde extrem überschritten, so dass die Schifffahrt auf dem Main-Donau-Kanal seit 12.01.2011 zwischen Bamberg und der Schleuse Hausen komplett eingestellt werden musste.
Nachdem die erste Hochwasserwelle durch war, ergaben notwendige Kontrollpeilungen durch das WSA Nürnberg, dass im Bereich der Schleuse Hausen enorme Sand- und Geschwemmselmassen in die Fahrrinne der Schifffahrt gelangt sind. Noch bevor mit weiteren Maßnahmen begonnen werden konnte, rollte jedoch schon eine… Weiterlesen
Am 10.08.2010 hat auf der dänischen Insel Bornholm ein Forschungsbohrprojekt zur Untersuchung von Erdgas in Schiefergestein begonnen. Das Deutsche GeoForschungsZentrums GFZ teuft im Forschungsprojekt GASH (Gas Shales in Europe) gemeinsam mit dem Geologischen Dienst von Dänemark und Grönland (GEUS) eine Flachbohrung von 40 Metern in den Alaun-Schiefer auf der Insel ab. Diese dichten Tonsteinpakete aus dem Erdzeitalter des Kambrium sind rund 500 Millionen Jahre alt und enthalten möglicherweise Erdgas. Dieses Methan, das sogenannte Shale Gas, gilt als so genannte unkonventionelles Erdgas und könnte eine interessante neue Energieressource für Europa werden.
Als Shale Gas bezeichnet man Erdgas, das in Tonsteinen gefangen ist. Wie übliches Methan entsteht auch das Schiefergas aus organischer Materie. Ablagerungen von Pflanzenresten können, wenn sie durch Sedimentablagerungen zugedeckt… Weiterlesen

DasRohrglanzgras (Phalaris arundinacea) war von 22 getesteten Pflanzen am besten geeignet, um aus Schlamm Erde herzustellen. Foto: André Künzelmann/UFZ
Die seit 5 Millionen Jahren andauernde stetige Zunahme der Menge an Sedimentenablagerungen, die bisher von vielen Geowissenschaftlern unterstellt wurde, existiert nicht. Das ist das zentrale Ergebnis, das Jane Willenbring und Friedhelm von Blanckenburg vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins( „Nature“, 13.Mai 2010) vorstellen. Die weltweit beobachtete vierfache Zunahme der Sedimentation ist ein reines Beobachtungsartefakt, alle darauf beruhenden Hypothesen müssen nun einer Überprüfung unterzogen werden.
Erosion durch Wasser und Eis sowie die chemische Verwitterung von Gesteinen der Erdoberfläche tragen Gebirge über Millionen von Jahren ab. Das erodierte Gestein wird durch Flüsse und Gletscher fortgetragen und findet sich im Sediment der Ozeane und auf den Kontinenten in der Umgebung großer Gebirge wieder. Die weltweite Vermessung der Dicke von… Weiterlesen
Die Antennen des Radarsystems MARSIS (Mars Advanced Radar for Subsurface and Ionospheric Sounding) der ESA-Mission MarsExpress durften nur 7,5 kg schwer sein. Dieses für eine planetare Mission einzigartige Radarsystem kann bis zu 7 km tief in die Oberfläche von Planeten “schauen” und 3D-Bilder der dortigen Verhältnisse liefern. Es belegte so die Anwesenheit von Wasser auf dem Mars – einer Voraussetzung für die Entstehung von Leben. Die RUB-Forschungsgruppe Antennen und Wellenausbreitung (Prof. Dr. Peter Edenhofer) war an Entwurf, Optimierung und Vermessung insbesondere des Radar-Antennensystems sowie bei der wissenschaftlichen Datenanalyse beteiligt. Sie berichtet in der online-Ausgabe des renommierten Wissenschaftsjournals “Planetary and Space Science”. Die bisher erzielten Ergebnisse bei MarsExpress haben die ESA kürzlich veranlasst, die Missionsdauer erneut zu verlängern.
Radarexperiment MARSIS der… Weiterlesen
Gewaltige Ereignisse können unseren Planeten jederzeit verändern. Vor 65 Millionen Jahren schlug ein gewaltiger Asteroid auf der Erde ein und besiegelte das Ende der Kreidezeit. Die Folgen waren verheerend: Das Klima kühlte ab; etwa 80 Prozent aller Meeresorganismen starben aus. Wie lange das Weltmeer benötigte, um sich von dem Einschlag zu erholen, war lange umstritten. Eine Untersuchung, die am kommenden Freitag im Wissenschaftsmagazin Science erscheint, kommt auf der Grundlage geochemischer Analysen zu dem Ergebnis, dass die Primärproduktion auf der unteren Ebene des marinen Nahrungsnetzes nur knapp 100 Jahre daniederlag. Danach erholte sich der Ozean überraschend schnell.
Bislang waren Wissenschaftler kaum in der Lage, die Vorgänge, die sich unmittelbar nach dem Meteoriteneinschlag im Ozean abspielten, genauer nachzuzeichnen. „Zwar ist der Einschlag… Weiterlesen