Ein vierter Mensch ist in Nordrhein-Westfalen an den Folgen des gefährlichen Darmkeims EHEC gestorben. Der 81-jährige Mann aus dem Kreis Minden-Lübbecke habe sich mit dem Erreger infiziert und sei am Donnerstag dem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) erlegen, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Düsseldorf mit.
Bei dem Rentner hätten die Nieren versagt. Er soll sich nach bisherigen Erkenntnissen im Mai in Cuxhaven infiziert haben.
Quelle: RP-Online

Eine Handhabe gegen Ehec-Bakterien: Mit diesem Gerät könnten Verbraucher Lebensmittel in der heimischen Küche von gefährlichen Bakterien wie dem Ehec-Erreger O104:H4 befreien. Das Gerät reduzierte eine die Zahl der Bakterien in einer Kolonie nach 15 Sekunden Behandlung auf ein 100 000stel und ließe sich für etwa 100 Euro produzieren. Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik
In ersten Experimenten reduzieren Prototypen alltagstauglicher Geräte die Zahl der gefährlichen Erreger drastisch.
Die nächste Welle von Infektionen mit Ehec-Bakterien lässt sich möglicherweise verhindern. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching und des Münchener Klinikums Schwabing haben verschiedene Ehec-Bakterienstämme wirkungsvoll mit kaltem Plasma abgetötet. Kaltes Plasma besteht aus einem Gas, das bei moderater Temperatur stark ionisiert wird. Es erwies sich nun auch als wirkungsvolles Mittel gegen die Erreger des Stamms O104:H4, der den aktuellen Ausbruch mit tausenden schweren Krankheitsverläufen ausgelöst hat. Für ihre Experimente benutzten die Forscher Prototypen von Geräten, die sich für den kostengünstigen Einsatz in Lebensmittelbetrieben und in privaten Haushalten eignen könnten.
Mehr als 100 Kulturen der Ehec-Bakterien reduzierten die Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik und des Städtischen Klinikums Schwabing mit kaltem Plasma drastisch. Bei allen Bakterien handelte es sich um Shiga-Toxin produzierende E. coli Bakterien des Serotyps O104:H4, die während der aktuellen Ehec-Welle von fünf Patienten mit HUS-Syndrom isoliert wurden. Weiterlesen
Beim aktuellen EHEC/HUS-Ausbruch sind dem RKI gemäß Infektionsschutzgesetz bislang 2.610 Fälle mit einer Infektion mit EHEC übermittelt worden (Datenstand 16.6.2011, 15.00 Uhr – mit Datenstand 15.6.2011, 15.00 Uhr waren es 2.518 Fälle gewesen). Davon sind 13 EHEC-Patienten gestorben (unverändert zum Datenstand 15.6.2011). Außerdem wurden dem RKI bislang insgesamt 798 Fälle mit HUS übermittelt (786 Fälle beim Datenstand 15.6.2011), davon sind 25 HUS-Patienten gestorben (unverändert zum Datenstand 15.6.2011). Damit sind dem RKI insgesamt 3.408 EHEC- oder HUS-Fälle übermittelt worden, darunter 38 verstorbene EHEC- oder HUS-Patienten (3.304 Erkrankungsfälle, darunter 38 Todesfälle beim Datenstand 15.6.2011).
Seit etwa einer Woche werden Erkrankungen an HUS/EHEC auf deutlich niedrigerem Niveau als zuvor an das RKI übermittelt. Daten aus der Surveillance blutiger Durchfälle in den Notaufnahmen freiwillig… Weiterlesen
Zum ersten Mal ist in Deutschland ein Kind an den Folgen einer EHEC-Infektion gestorben. Ein zweijähriger Junge aus dem niedersächsischen Landkreis Celle starb in der Nacht zum Dienstag in Hannover, wie ein Sprecher des Landkreises am Dienstag bestätigte.
Nachdem in den vergangenen Wochen Gurken, Tomaten und Sprossen ins Visier der EHEC-Fahnder geraten waren, ist nun kontaminierter Salat aus Bayern gefunden worden. Medienberichten zufolge befürchtet das bayerische Landesamt für Gesundheit- und Lebensmittelsicherheit (LGL) allerdings nicht die gefährliche Variante des Keimes.
Quelle: RP-Online
Dem Robert Koch Institut werden seit einigen Tagen Erkrankungen an HUS/EHEC auf deutlich niedrigerem Niveau übermittelt. Auch Daten aus der Surveillance blutiger Durchfälle in den Notaufnahmen freiwillig meldender Krankenhäuser deuten auf einen Rückgang der Anzahl und des Anteils an Fällen mit blutigem Durchfall ab dem 30. Mai hin.
Seit Anfang Mai 2011 sind dem RKI gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG) 2.453 Fälle mit einer Infektion mit EHEC übermittelt worden. 13 übermittelte EHEC-Fälle sind verstorben. Außerdem wurden dem RKI bislang insgesamt 782 Fälle mit HUS übermittelt, 22 übermittelte HUS-Fälle sind verstorben. Damit sind dem RKI insgesamt 3235 EHEC- oder HUS-Fälle übermittelt worden, darunter 35 Todesfälle. (Datenstand 13.6.2011, 15.00 Uhr)
Insgesamt 76 % der dem RKI übermittelten EHEC-Fälle stammen aus den vier Bundesländern Schleswig-Holstein… Weiterlesen
Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat nach den ersten EHEC-Erkrankungen, die schwerpunktmäßig Norddeutschland betreffen, vorsorglich Gemüse und Obst aus dem Einzelhandel und von bayerischen Erzeugern untersucht. Bislang wurden insgesamt 617 Proben vom LGL auf EHEC untersucht. Nur bei einer von 617 Proben wurde ein positiver Befund festgestellt. Es handelt sich um einen Salat Lollo Rosso eines bayerischen Gemüseerzeugers in Fürth. Das Ergebnis der exakten Serotypisierung des EHEC-Keims liegt erst Ende der Woche vor. Bislang gibt es keine Erkenntnisse, dass es sich um den Serotyp O 104 handelt, der in Norddeutschland gefunden wurde. Auch gibt es keine epidemiologischen Erkenntnisse, die einen Zusammenhang mit dem Geschehen in Norddeutschland nahelegen könnten.
Die Experten des LGL und die zuständigen Behörden ermitteln im… Weiterlesen