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Willkommen auf Seismoblog, dem Online Magazin zum Thema Umwelt, Natur, Gesundheit und Ernährung. Seit Langem  interessieren wir uns für alles was mit Natur, Umwelt und Gesundheit zu tun hat und schreiben darüber. Wir beobachten wie sich die Welt im Laufe der Zeit verändert. Vielen ist wahrscheinlich nicht bewusst wie der Einzelne daran mitwirkt. Selbst Gewohnheiten, die wir als unerheblich ansehen,  können in der Summe eine globale Wirkung haben.

Bodenversalzung: Entwicklung salzresistenter Maispflanzen

Forschern des Instituts für Pflanzenernährung der Justus-Liebig-Universität Gießen ist es kürzlich gelungen, salzresistente Maispflanzen auf klassischem Züchtungsweg zu entwickeln. Damit konnte eine grundlegende Voraussetzung geschaffen werden, den Anbau von Nutzpflanzen auf versalztem Kulturland zu ermöglichen.

Weltweit erfährt der Anbau von Nutzpflanzen eine wesentliche Beeinträchtigung durch Bodenversalzung. Vor allem in trockenen Klimazonen führen unzureichende Niederschlagsmengen zu einer Anreicherung von Salzen im Oberboden. Die Folge ist eine Verminderung der Bodenfruchtbarkeit. Forschern des Instituts für Pflanzenernährung der Justus-Liebig-Universität Gießen ist es kürzlich gelungen, salzresistente Maispflanzen auf klassischem Züchtungsweg zu entwickeln. Damit konnte eine grundlegende Voraussetzung geschaffen werden, den Anbau von Nutzpflanzen auf versalztem Kulturland zu ermöglichen.

In zahlreichen Versuchen konnte gezeigt werden, dass Maispflanzen verschiedene physiologische Strategien verfolgen, um hohe Salzkonzentrationen im Boden zu überstehen. Neben der Anlage zur Vermeidung von toxischen Ionenanreicherungen im pflanzlichen Gewebe besitzen manche Pflanzen eine stärker ausgeprägte Fähigkeit, auch Wassermangel unter salinen Bodenbedingungen besser zu überstehen. Als Ziel galt es, die verschiedenen Resistenzstrategien durch Kreuzung geeigneter Elternlinien in einem Pflanzentyp zu vereinen. Eine komplexe Anzahl verschiedenster Gene ist an der Ausprägung jeder einzelnen Resistenzstrategie beteiligt. Die Wissenschaftler fanden indes heraus, dass sich die Salzverträglichkeit von Maispflanzen anhand einzelner leicht erfassbarer physiologischer Parameter charakterisieren lässt. Diese Erkenntnis ermöglichte die Auswahl geeigneter Kreuzungseltern und die Überprüfung des Kreuzungserfolgs ohne den Einsatz molekulargenetischer Verfahren. Zur Weiterzucht wurden reinerbige Pflanzen, die unter salinen Bedingungen ein gutes Wachstum und niedrige Natriumkonzentrationen im Blattgewebe aufwiesen, verwendet. Am Ende konnten salzresistente Hybridpflanzen hervorgebracht werden. Damit gelang den Wissenschaftlern ein Fortschritt, der durch den Einsatz molekulargenetischer und konventioneller Methoden bisher noch nicht erreicht werden konnte.

Quelle: Justus-Liebig-Universität Gießen

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